BERGSTRASSE. Verlierer war am Ende keines der zehn Teams der Bergsträßer Feuerwehren, die am Samstag rund um den Heppenheimer Stützpunkt zur Kreisleistungsübung angetreten waren. Am Start waren 69 Aktive aus den Feuerwehrgruppen Heppenheim und seinen Stadtteilen (drei), aus Auerbach, Einhausen und Neckarsteinach (jeweils eine), sowie Fürth und Rimbach (jeweils zwei).

 

Quelle: Morgenweb Montag, 11.05.2015

 

Beim Bezirksentscheid im Main-Kinzig-Kreis allerdings darf nur "Klassenbeste" antreten. Und das ist in diesem Fall zum wiederholten Mal die Freiwillige Feuerwehr Rimbach. Der Kreissieger bekam von der fünfköpfigen Jury aus dem benachbarten Odenwaldkreis für Theorie und Praxis die maximale Punktzahl und vom zuständigen Dezernenten Matthias Schimpf und dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor und Leiter der Kreisübung, Werner Trares, Urkunden und Leistungsabzeichen überreicht. Auf den zweiten Platz kam Fürth II vor Neckarsteinach. Beide Mannschaften erreichten das gleiche Endergebnis mit 99,67 Prozent. Einhausen landete auf Rang sechs, Auerbach bildete mit einem noch respektablen Ergebnis das Schlusslicht.

 

Trares einigermaßen zufrieden

"Es waren in den Vorjahren schon bedeutend mehr Wehren, die ihren Ausbildungsstand, ihre Fähigkeiten, aber auch Fitness und Geschicklichkeit unter Beweis stellten - es waren aber auch schon weniger", zeigte sich Trares mit der Teilnehmerzahl einigermaßen zufrieden. Günter Schmitt, der die Löschgruppe aus Einhausen für den Wettstreit trainiert hatte, versicherte, dass es sich keineswegs um eine Show-Veranstaltung handelt, sondern dass sich die Feuerwehrleute etliche Wochen lang intensiv vorbereiteten und zusätzliche Übungsstunden absolvieren. Damit verbunden ist ein hoher Zeitaufwand.

 

Dass die Freiwillige Feuerwehr aus Einhausen in diesem Jahr nicht gekniffen und die Feuerwehrleistungsübungen ins Abseits gedrängt hat, ist den Ehrenamtlichen hoch anzurechnen. Schließlich ist die Wehr "aufgrund der psychischen und physischen Belastungen durch eine Serie ungeklärter Brandstiftungen am äußersten Limit". Schlafmangel gehört zum Alltag: "Zwei Ohren und ein Auge sind immer wach." Schmitt addiert blitzschnell im Kopf: Zu etwa zehn Bränden wurde die Feuerwehr allein in den vergangenen Wochen gerufen. Immer bei Dunkelheit.

 

Zuletzt waren die Brandschützer in der Nacht zum Freitag im Einsatz, um ein Feuer in einer Gartenhütte in der Martin-Luther-Straße und einem Holzunterstand zu löschen (der BA hat berichtet). Günter Schmitt hofft inständig, dass die große Präsenz der Polizei in Einhausen dazu führt, dass der verantwortungslose Zündler bald gefasst wird.

 

Konzentration und Ernsthaftigkeit sowohl bei den theoretischen als auch den praktischen Übungen waren den Aktiven aus dem Kreisgebiet anzusehen und anzumerken. Nach der schriftlichen Beantwortung von Fragenkatalogen des Hessischen Feuerwehrverbandes zu feuerwehrtechnischen Interna, mussten die Männer und Frauen den Löschangriff eines Zimmerbrandes mit Menschenrettung absolvieren. Und dabei galt es durchaus, einige Hürden wie einen Kriechgang und ein Gerüst zu überwinden. Schnelligkeit und Präzision waren ebenso beim Knotenknüpfen gefragt. gs

 

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