EINHAUSEN. Ein größerer Brand hat die Feuerwehren aus Einhausen und Lorsch in der Nacht zum Samstag beschäftigt. Bei dem Feuer wurde eine Lagerhalle in der Ludwig-Jahn-Straße in Einhausen komplett vernichtet. Bei dem Brand, der am späten Freitagabend ausbrach, entstand ein Schaden von rund 60 000 Euro, teilte die Polizei mit. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Um 21.25 Uhr wurde ein mächtiger Feuerschein von mehreren Anwohnern aus dem Ortsteil Großhausen gemeldet. Bei Eintreffen von Polizei- und Rettungskräften stand die Lagerhalle des landwirtschaftlichen Betriebs im Vollbrand.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren aus Einhausen und Lorsch - mehr als 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz - konnte ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile, in denen hochwertige Fahrzeuge und technisches Gerät untergestellt waren, verhindert werden.

 

In der etwa 600 Quadratmeter großen Halle lagerten rund 3 000 Heuballen. An dem dreiteiligen Gebäude, auf dessen Dach eine Fotovoltaikanlage angebracht war, entstand Totalschaden.

Die Lorscher Feuerwehr wurde von den Kollegen in Einhausen nachalarmiert. 25 Einsatzkräfte aus der Nachbarstadt eilten mit fünf Fahrzeugen in die Weschnitzgemeinde. Sie kümmerten sich unter anderem darum, eine Löschwasserleitung zum Hof zu legen. Die Einhäuser Feuerwehr bekämpfte das Feuer mit Wasser aus einem Saugbrunnen. Acht Atemschutzträger waren im Einsatz. Eine weitere Feuerwehrgruppe blieb zur Bereitschaft im Gerätehaus.

Schaulustige behinderten Arbeit

Die Gesamteinsatzleitung hatte Einhausens Ortsbrandmeister Christoph Röll. Die Löscharbeiten konnten gegen 23 Uhr beendet werden.

Personen waren nicht in Gefahr. Vorsorglich waren aber auch zwei Rettungswagen und organisatorische Leiter des Rettungsdienstes vor Ort. Die Löscharbeiten und Absperrmaßnahmen wurden allerdings durch zahlreiche Schaulustige behindert.

Über eine Warnmeldung im Rundfunk wurde die Bevölkerung in Einhausen aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Viele Bürger ließen sich dadurch und durch die Lautsprecherdurchsagen der Polizei aber trotzdem nicht davon abhalten, die Löscharbeiten persönlich zu verfolgen. Sie setzten sich den starken und letztlich auch gesundheitsgefährdenden Rauchgasen aus.

Zeugen gesucht

Zu der Ursache des Brandes konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. Die Beamten haben die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise aufmerksamer Zeugen zu dem Brand sind willkommen. Zu erreichen ist die Polizei unter der Rufnummer 06252/7060 in Heppenheim.

Die Lorscher Feuerwehr kehrte um kurz nach 2 Uhr zurück. Tags darauf hatten die ehrenamtlich arbeitenden Einsatzkräfte dann weitere Stunden mit der Reinigung der Einsatzgerätschaften zu tun. sch

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 22.12.2014

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